reaktion.ch als Medical Partner

Ab kommender Saison kann ich mich mit reaktion.ch in Person von Stefanie Stücheli auf kompetente und innovative Unterstützung verlassen, was bei meinem Fahrstil bekanntermassen von grossem Vorteil ist. Ich freue mich auf die neue Zusammenarbeit und einige interessante gemeinsame Projekte. Mehr zu reaktion.ch gibt es unter der Sparte Sponsoren oder direkt über reaktion.ch.

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Es endet wie es anfing…mit grimmigen Blicken und müden Beinen

In Gedanken noch bei meinem Rennen in Langendorf, in welchem alles für mich aufging, stand ich im letzten Rennen der Saison in Giebenach auf der Startlinie. Nervös, weil ich einerseits wie letztes Jahr die Saison auf dem Höhepunkt abschliessen und einen Sieg herausfahren wollte und andererseits weil ich noch möglichst viele Punkte für das Gesamtklassement sammeln wollte. Nach dem Start sorgte der durch Michelle Wittlin angezogene Sprint den Hügel hoch für die Verabschiedung meines Pulses ins Nirvana. Ich hatte noch beim Einfahren eine gewisse Müdigkeit in Kopf und Körper gespürt, blieb aber in der Anfangsphase des Rennens am Spitzentrio dran und suchte meinen Rhythmus trotz explodiertem Laktatlevel. Nach der ersten Runde verlor ich den Kontakt zur Spitze und strampelte alleine über die Strecke bis zwei Runden vor Schluss Janina Wüst zu mir aufschloss und wir gemeinsam über Stock und Stein holperten. Janina lancierte den Sprint vor der letzten Abfahrt. Aus ihrem Windschatten startend, kam ich mit mehr Tempo aus der Kurve und nahm die Wiesenabfahrt, welche einer ausgedienten Panzerpiste glich, als erste unter die Räder. Ich erreichte als frustrierte Vierte das Ziel und war weder über diesen Rang im Tagesklassement, noch über den dritten Schlussrang der Cupwertung zufrieden. Vier Tage später sehe ich das ganze gelassener. Glücklicher mit dem Saisonabschluss bin ich alleweil immer noch nicht. Anfang und Ende meiner diesjährigen Rennsaison fielen der Ausbildungs- und Arbeitsbelastung zum Opfer. Dies soll sich auf nächste Saison hin ändern. Fürs erste fahre ich meine Wut im Bauch jetzt an der Herbstsonne raus und freue mich auf eine angenehme Off-Season ohne Höhepunkte.

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Heiss, staubig, flach und ein versöhnlicher Abschluss

Der Swiss Bike Cup 2016 endete mit dem hochklassigen Rennen in Basel. Der Rundkurs glänzte durch wenige technische Passagen, viel Kilometern und sehr wenig Höhe. Kurz gesagt, alles Merkmale, welche theoretisch gegen eine gute Klassierung meinerseits sprachen. Nach einem schnellen und guten Start nahm ich etwas Tempo raus, damit mein Organismus bei den kuscheligen Kochtopftemperaturen keine Schraube rückwärts vollführte. Ab Rennhälfte fand ich mit Katja Montani eine starke Mitstreiterin und wir konnten in der Folge nochmals Boden nach vorne gut machen. In der letzten Runde vollführten Katja und ich nacheinander eine Bruchlandung über den Lenker und zeigten somit unser ganzes Spektrum an Grazie und Agilität auf dem Rad. Unbeirrt konnten wir glücklicherweise beide das Rennen fortsetzen und nochmals das Tempo erhöhen.

An diesem Tag erreichte ich das bestmögliche Resultat für mich und freute mich daher auch über Rang 25 und einen deutlich kleineren Rückstand auf die Spitze als noch zu Beginn der Saison.

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Swiss Bike Cup Basel

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Swiss Bike Cup Basel

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Swiss Bike Cup Basel

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Swiss Bike Cup Basel

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Taktischer Steigerungslauf

Eisregen gab es gestern zwar nicht, aber glücklicherweise stieg das Thermometer auch nicht weit über die 20 Grad Grenze. Aus Sicherheitsgründen wässerte ich dennoch Trikot und Helm und füllte die Schuhe mit Wasser um meinem Körper das Gefühl von sintflutartigem Regen zu vermitteln. Mit Aline Seitz neben mir auf der Startlinie war bereits klar, dass das Rennen sehr schnell angegangen werden würde. Wenig überrascht war ich daher, als kurz nach dem Start der Seitzsche Schnellzug auf das Tempo drückte und sich bereits nach der Startrunde vom Rest des Feldes auf nimmer Wiedersehen absetzen konnte. Ich hatte meine Taktik konträr dazu gesetzt, startete verhalten und reihte mich innerhalb einer Vierergruppe an sechster Stelle des Feldes ein. Ich hielt mich grösstenteils aus den Positionskämpfen raus und fuhr stoisch mein Tempo weiter. Die Taktik ging sogar noch besser auf als gedacht. Ich machte kontinuierlich Boden gut und fuhr in Runde vier von fünf gar an die zweitplatzierte Ladina Buss auf, welche sich ähnlich wie Aline bereits vom Start her leicht abgesetzt hatte. Ich fühlte mich nach wie vor hervorragend, hatte mich noch zu keiner Sekunde selbst verflucht, mir nicht gewünscht ich würde von einem streunenden Langendorfer Waldpuma vom Bike geholt oder mich gefragt, was ich hier eigentlich mache. Mit neuerlichem grossen Effort verteidigte ich den kurz zuvor errungenen zweiten Rang und brachte diesen sicher ins Ziel. Das Ganze war eine wichtige Formbestätigung zum richtigen Zeitpunkt und kann ich hoffentlich nächste Woche erneut unter Beweis stellen.

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©Ladina Buss

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Einmal Sahara und zurück

Vier Wochen liegt die SM in Echallens und damit das letzte Rennen zurück. Vier Wochen, in welchen ich Kilometer abstrampelte und Trail an Trail reihte um mich konditionell wie auch technisch in Form zu bringen. Entsprechend hoch war meine Zielsetzung für das Rennen vergangenen Sonntag in Hägglingen (AG). Zu Beginn verlief alles nach Plan, ich setzte mich mit einem anfänglich noch sehr guten Gefühl nach der Startrunde für kurze Zeit an die Spitze, merkte aber bereits da, dass mir schwindelig und zittrig wurde. Bei der Einfahrt in die Waldpassage mutierte ich zu einem kleinen Feuerwerk und stand buchstäblich still. Irgendwie holperte ich über den ersten Trail und wurde im Anstieg danach nicht nur von einzelnen Fahrerinnen, nein vom ganzen Feld überholt und stehen gelassen (ganz nach dem Motto ganz oder gar nicht). Ich fühlte mich wie auf meinem persönlichen Kinderkarussell und versuchte irgendwie vorwärts zu kommen, ohne gleichzeitig vom Rad zu kippen. Irgendwann in Runde drei funktionierte auch das nicht mehr. Mit dem Gefühl wie nach einer Saharadurquerung hielt ich bei Madeleine und Roger an, kippte den Inhalt des einen Bidons über den Kopf und den anderen in mich hinein. Da Aufgeben in keinerlei Hinsicht eine Option war, stieg ich wie ein munteres, angeschossenes 80-jähriges Reh wieder auf mein Bike und nahm die restlichen Runden in meinem Tempo unter die Räder. Mein persönliches Highlight war jeweils die Abfahrt jede Runde und die 20m nach dem Wald, in welchen ich kurz angriff, da ich noch nicht komplett überhitzt war, bevor ich mich wieder wie ein fahrendes Grillwürstchen fühlte. Ich erreichte das Ziel mit gemischten Gefühlen. Einerseits enttäuscht über den Verlauf, andererseits mit der Gewissheit, dass ich sehr fit bin und bei nicht ganz so hitzigen Saunabedingungen eine gute Leistung abgeliefert hätte. Nächstes Rennen, nächste Chance…ich hoffe auf Eisregen!

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Sonderling Schweizermeisterschaften

Mit der Schweizermeisterschaft verbindet mich eine gewisse Negativbeziehung. Der Umstand, mich mit knapp 15 Athletinnen zu messen, welche zufälligerweise auch international zur Spitze zählen, stellt für mich eine alljährliche Herausforderung dar. Die Strecke in Echallens, geprägt durch viele steile Anstiege und technische Passagen kam mir entgegen und die letzten zwei Trainingswochen liessen auf einiges hoffen.

Am Start kam ich wie gewohnt gut weg und reihte mich im allgemeinen Gerangel um die Positionen im hinteren Drittel des Fahrerinnenfeldes ein. Mein Plan bestand darin, defensiv in die physisch stark fordernde erste von sechs zu absolvierenden Runden zu starten und anschliessend kontinuierlich aufzudrehen. Der Plan ging soweit gut auf, insofern ich beinahe stehend k.o. war und einiges an akrobatischem Können abliefern musste um auf meinem Rad zu verbleiben. Zu diesem Zeitpunkt war es mir ein absolutes Rätsel, wie ich weitere fünf Runden in meiner persönlichen Westschweizer Hölle durchstehen sollte. Ich wurde von Schüttelfrost am ganzen Körper begleitet – logisch bei knapp 30 Grad Lufttemperatur – und die vor mir fahrende Michelle Hediger vergrösserte den Abstand. In Runde zwei steigerte ich mich im grossen Stil was die Technik anging, konditionell waren immer noch keine Höhenflüge in Sicht. Konsterniert kämpfte ich mich weiter über den Rundkurs, vor und hinter mir war niemand in Sicht. Zu meiner Freude veranstaltete das einheimische Publikum ordentlich Lärm für jede vorbeiziehende Fahrerin und das selbstgemachte Fondue mitten im Wald – ich erwähne gerne nochmals die 30 Grad und werfe die Frage auf: wie kommt man auf die Idee bei diesen Temperaturen ein Fondue mitten im Wald an einem Bikerennen zu köcheln?! – sorgten für ordentlich Motivationsschübe. In Runde drei von sechs war ich endlich in der Lage die Handbremse zu lösen und auf Angriff zu fahren. Dadurch kam ich wieder näher an Michelle heran, einer Überrundung durch die spätere Siegerin Jolanda Neff konnte ich aber nichts entgegenhalten und musste mich trotz leidenschaftlichem Kampf mit Rundenrückstand unter die Dusche begeben.

Ich habe nach den zwei letzten sehr guten Trainingswochen in den Pässen auf den langerwarteten Exploit gehofft, jedoch war die Schweizermeisterschaft offenbar das falsche Rennen dafür. Ein erneuter Anlauf wird auf die Augustrennen verschoben und ich sammle weiter Trainingsstunden auf meinem bevorstehenden Rennradtrip von Bern nach Nizza.

 

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Bei der nächsten Wurzel rechts und dann gleich wieder links…danach bitte wenden

Der Rundkurs in Hochdorf erinnert mich jeweils an einen Kinderklettergarten auf dem Pausenhof. Die Runde um das kleine Stadion zeichnet sich durch zahlreiche abrupte Richtungswechsel geprägt von kürzesten Anstiegen aus, während die Zusatzschlaufe in der Ebene für das Auseinanderziehen des Feldes sorgt und Überholmöglichkeiten bietet. Ich fühle mich definitiv wohler auf dem Spielplatzgelände des Start-Ziel Bereiches, in welchem in der Mitte einige Jugendliche frisch fröhlich dem Fussballspiel frönten und einen der Duft der Fritteuse umgibt, als auf der eintönigen Ebene um einen Acker herum.

Schon zu Beginn des Rennens drückte Michelle Hediger ordentlich aufs Tempo und das Fahrerinnenfeld wurde auseinander gezogen. Da ich keine Rollspezialistin bin, hielt ich mich an das Hinterrad der Oberkulmerin und wartete auf den kurzen Anstieg bevor es in die technischen Passagen des Kurses ging. Wie vermutet, sollte sich in dieser Steigung der weitere Verlauf des Rennens bereits herauskristallisieren. Michelle griff von Position drei aus an, ich folgte ihr und es entstand gegenüber Ladina Buss und dem Rest des Feldes ein kleiner Abstand. Das Spektakulärste an den technischen Passagen waren die halbhohen Wurzel- und Baumstrunke in den engen Kurven. Jene beschriebene Vegetation war es auch, in welche ich in regelmässigen Abständen mit dem Fuss hineindonnerte und so jeweils meine Konzentration unweigerlich auf den kurzzeitig mit Sternchen verzierten Weg vor mir heftete. Michelle pushte in der zweiten Runde wiederum den Anstieg hoch. Diesmal etwas zu schnell für mich und ich liess abreissen, um mein eigenes Tempo hochhalten zu können. Ich spürte die Nachwehen des Trainings von vergangener Woche mit voranschreiten des Rennens und konzentrierte mich fortan nur noch auf den unermüdlichen gleich hohen Druck auf die Pedalen (und dem Ausweichen weiterer Fuss-Wurzel-Zusammenstösse) um die erkämpfte Position weiter zu festigen. Meine Konzentration wurde jede Runde erfreulich durch die Anfeuerungsrufe der Nachwuchsfahrer von Hägglingen unterbrochen, welche mir mit absoluter Überzeugung bis in die letzte Runde zuriefen, dass ich die aus meinem Sichtfeld verschwundene Michelle sicher noch einholen werde. Mit einer leider von diesem kindlichen Optimismus abhanden gekommenen Sichtweise – aber nicht minder glücklich und zufrieden mit meiner Leistung – fuhr ich als Zweite im Ziel ein.

Meine Formkurve zeigt nun deutlich in die richtige Richtung und ermöglichte mir den ersten Podestplatz in dieser bis anhin nicht ganz einfachen Saison. Die nächsten Tage stehen im Zeichen harter Trainingseinheiten, damit ich an der Schweizermeisterschaft am 17. Juli in Echallens (VD) nochmals einen Gang hochschalten und das momentane Optimum aus mir herausholen kann.Podest Hochdorf

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Evaluation neuer Trainingsmethode

Gestern habe ich erstmalig eine neue Trainingsmethode angewandt. Anstatt mit veloRadschuhen habe ich leichte Turnschuhe mit super flexibler Sohle und 0,0% Halt verwendet um meine Pässefahrt zu starten. Durch dieses Schuhwerk arbeitet man viel intensiver an der Druckphase der Tretbewegung, trainiert dadurch hauptsächlich die vordere Oberschenkelmuskulatur und setzt sich bewusst mit dem durch die Sohle drückenden Klickpedal auseinander, welches ein viel effizienteres Einschlafen der Füsse
zur Folge hat.

Ok totaler Blödsinn. Ich habe das erste Mal in meiner Karriere meine Schuhe zu Hause vergessen und fuhr mit vorhandener Ausstattung den Klausenpass hoch. Dass ich nur diese Strecke in Turnschuhen zurücklegen musste, verdanke ich meiner ewigen Retterin und lebenslangen Unterstützerin. Damit kommen wir zum eigentlich wichtigen Punkt. Obwohl bereits 26 Jahre alt und seit 13 Jahren in diesem Geschäft dabei, sorgen sich meine Eltern nach wie vor wenn es um Passüberquerungen dreht. Aus diesem Grund setzte sich meine Mutter mit mir zusammen um halb sechs in der Früh ins Auto. Einerseits um ihren freien Tag etwas in den Bergen zu verbringen, andererseits um sicherzugehen, dass das Töchterchen keinen Schaden nimmt. Denn die Gefahren in den Schweizer Bergen sind offenbar zahlreich: 400m tiefe Abgründe, plötzlich platzende Reifen, Urner Bergbach Piranhas, durch den Radcomputer angezogene, niederstürzende Satelliten, Passstrassen-Grizzlys und morgensternschwingende Motorradfahrer (Anmerkung der Redaktion: es könnten leichte Übertreibungen seitens der Verfasserin vorkommen). Da der verwirrte Nachwuchs in Altdorf das Fehlen des Schuhwerks bemerkte, setzte sich meine Mutter für weitere zwei Stunden hinter das Steuer und brachte diese auf die Passhöhe, um die Weiterfahrt zu ermöglichen und allfällige Gefahren aus dem Weg zu räumen. Ohne die unermüdliche Unterstützung meiner Eltern wäre mir weder der Einstieg noch die jahrelange Betätigung in diesem Sport möglich gewesen. Danke steht ihr mir immer zur Seite, Danke glaubt ihr immer noch an mich und Danke für jede noch so kleine Geste der Rückenstärkung!